Naschkatze wird zuckerfrei

Hallo, liebe noodies!

Ich bin seit dem 1. Januar 2019 zuckerfrei. Und das Wort trifft den Nagel auf den Kopf: Mit meinem zuckerfreien Dasein habe ich tatsächlich unendlich viel Freiheit dazu gewonnen. Ob ich den Zucker vermisse?“ 

Nicht eine Sekunde. Wie das geht? Ich habe mich gedanklich – glaube ich – wirklich gut auf mein Vorhaben vorbereitet. Bereits im September letzten Jahres war ich einen Monat zuckerfrei und habe gemerkt, wie wenige Lebensmittel eigentlich wirklich frei vom Zucker oder einer „gesünderen Alternative“ sind. Sogar in meinem geliebten Bio-Fruchtaufstrich steckt Agavendicksaft drin. Sind die Früchte nicht süß genug?

Im Laufe meines Probemonats hatte ich schon das Gefühl, mir die Ritter Sport, das Stück Kuchen oder auch die eine oder andere Praline zu verbieten. Dabei ist nood doch frei von Verzicht und Verboten! Widerspreche ich damit nicht all meinen Grundsätzen?

Cookies ohne Zucker?

Gehirn neu programmieren 

Heute weiß ich: NEIN. Doch dazu musste ich mein Gehirn erstmal neu programmieren. Mein gesamtes Leben wurde mir schließlich eingeredet, dass Zucker etwas unglaublich Wundervolles ist. Zucker tröstet mich, wenn ich traurig bin, Zucker rettet mich, wenn ich Stress habe, Zucker macht glücklich. Zucker verkörperte für mich absolute Lebensfreude und puren Genuss. Dabei ist Zucker Gift. Zucker liefert uns nicht nur leere Kalorien, Zucker liefert uns giftige Kalorien. Und jedes Mal, wenn wir Zucker essen, gewähren wir diesem Gift Eintritt in jede unserer Zellen. 

Ich fing an, mich selbst zu beobachten und zu hinterfragen, wann, warum und wie viel Süßes ich eigentlich aß. Und klar, ich habe seit Jahren einen wirklich gesunden Lifestyle – treibe viel Sport, esse natürlich, saisonal und nackt und sorge für meine innere Balance. Und dennoch gab es Tage, an denen mich der Heißhunger einfach gepackt hat. Wie fremdgesteuert. In der Phase der Reflexion habe ich für mich festgestellt, dass ich mich nach einer Packung handgemachter Pralinen oder auch einer Tafel Schokolade nicht wirklich glücklicher gefühlt habe. Vielmehr war meine Lust nach Süßem damit erst geweckt.

Und kein Wunder: Zucker aktiviert unser Belohnungssystem, schüttet Dopamin aus und wir empfinden absolute Glückseligkeit. Zucker wirkt wie eine Droge, wie Kokain. Und sind wir erstmal abhängig, wollen wir immer mehr davon. Und ja, auch ich kenne Kollegen und Freunde, die täglich genau ein Stück Schokolade essen und rundum zufrieden sind. Das habe ich immer bewundert, war mir jedoch immer absolut fremd. Mir wurde klar: Ich bin abhängig. Ich bin zuckersüchtig. Zucker ist für mich keine Belohnung. Zucker ist für mich kein Genuss. ZUCKER IST MEINE DROGE. Und ich will nicht mehr süchtig sein.

Ohne Verzicht und Verbot? 

Mit dieser Einsicht hatte mein zuckerfreier Lifestyle für mich nichts mehr mit einem Verzicht oder einem Verbot zu tun. Also ja, ich verzichte auf Zucker. Aber nicht in dem Sinne, als würde ich mir damit etwas verbieten oder als würde ich mich damit kasteien. Ich kann etwas nur schmerzlich vermissen, wenn es mir auch wirklich gut tut. Zucker tat das nie. Vielmehr löse ich mich damit von einer jahrelangen Abhängigkeit. Zucker war mein treuer Begleiter.

Und es gab immer einen Grund, ein Stück Schokolade, ein Stück Kuchen oder eine Praline zu essen – zur Belohnung, zum Trost, zur Ablenkung. Am Wochenende war „Cheat Day“ und ich konnte mir eine Packung Kinder-Riegel oder Duplo zur Belohnung gönnen und bei jeder Familienfeier musste ich auf jeden Fall jeden Kuchen probieren. Ich musste ja wissen, welcher der beste war. Genuss? Lebensfreude? Das sieht anders aus, oder?

Seit dem 1. Januar bin ich also zuckerfrei. Dies bedeutet nicht, dass ich nun gar nichts Süßes mehr esse. Nach wie vor würde ich mich als Naschkatze bezeichnen. Nur eben zuckerfrei. Ich habe nicht nur den kristallinen Haushaltszucker aus meinem Vorratsschrank verbannt, auch die sogenannten „gesünderen Zuckeralternativen“ finden sich hier nicht. Denn auch diese sind nicht so gesund, wie es ihr Marketing oft verspricht.

Cookies und Milch - zuckerfrei?

Die „gesünderen Zuckeralternativen“ 

Zucker steckt praktisch in jedem verarbeiteten Lebensmittel irgendwie drin. Oft merken wir davon jedoch gar nichts, da zahlreiche Begriffe existieren, hinter denen sich der Zucker versteckt. Es sind nicht nur Begriffe, die das Wort „zucker“ beinhalten, wie etwa Invertzucker oder Rohrohrzucker. Es sind auch solche, die das Wort „sirup“ beinhalten, wie etwa Glukosesirup oder auch Ahornsirup. Weitere versteckte Zucker finden sich in Agavendicksaft, Apfelsüße, Dextrine, Dicksaft, Fruchtdicksäfte, Fruchtextrakt, Fruchtsaftkonzentrat, ,Fruchtsüße, Fruktose, Gerstenmalz, Gerstenmalzextrakt, Glukose, Glykogen, Honig, Inulin, Isomaltulose, Joghurtpulver, Kandis, Laktose, Magermilchpulver, Maltodextrine, Maltose, Malz(-extrakt), Molkenerzeugnis, Molkenpulver, Oligofruktose, Polydextrose, Raffinade, Raffinose, Saccharose, Süßmolkenpulver, Tagatose, Traubensüße, Vollmilchpulver sowie Weizendextrin.

Und wenn auch viele Begriffe nicht die Anmutung eines natürlichen und gesunden Lebensmittels haben, so sind doch einige darunter, die wir als „gesündere Zuckeralternative“ kennen, oder? Angefangen beim Agavendicksaft, über die Apfelsüße und das Fruchtsaftkonzentrat bis hin zum Honig. Das „gesund“ bezieht sich hier jedoch nicht auf die verminderte Zuckerwirkung, sondern vielmehr auf weitere Zusatzstoffe, die diese Lebensmittel neben dem Zucker enthalten. Denn auch der Honig besteht zu 70 bis 80 Prozent aus Frucht- und Traubenzucker. Er hat damit eine ähnliche Wirkung wie der kristalline Haushaltszucker, enthält darüber hinaus jedoch wertvolle Enzyme, Mineralstoffe und Vitamine. Ganz oben steht hier sicher der sogenannte Manuka Honig, der seit Jahrhunderten zur Entzündungshemmung und Wundheilung eingesetzt wird.

Neben der oben aufgezählten Liste an versteckten Zuckern, gibt es noch die sogenannten Zuckerersatzstoffe. Dazu zählen Süßstoffe wie Aspartam, Cyclamat oder Sucralose, Zuckeraustauschstoffe wie Erythrit (Sucolin), Sorbit oder Xylit (Xucker) sowie Stevia und Kokosblütenzucker.

Leckereien im Glas - zuckerfrei?

Süßstoffe 

Süßstoffe sind synthetisch hergestellte oder natürliche Ersatzstoffe von Zucker. Sie sind in ihrer Süßkraft sehr viel stärker im Vergleich zu kristallinem Haushaltszucker – Aspartam ist beispielsweise 200 Mal und Sucralose sogar 600 Mal süßer als kristalliner Haushaltszucker. Außerdem enthalten sie weniger, oft keine Kalorien. Wären sie dann nicht eine ideale „gesündere Alternative“? Nicht wirklich. Das Problem ist, dass wir süß schmecken, sich unser Gehirn jedoch nicht so leicht austricksen lässt. Es merkt, dass der Zucker und damit auch Kalorien fehlen, schüttet kein Dopamin aus und reagiert mit noch mehr Appetit. Trinken wir zu unserem Lunch eine Coca Cola Light, essen wir häufig viel mehr als ohne den süßstoffhaltigen Softdrink. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir danach immer noch Lust auf Süßes haben.

 

Zuckeraustauschstoffe bzw. Zuckeralkohole 

Zuckeraustauschstoffe bzw. Zuckeralkohole finden sich eigentlich in einer Vielzahl an Früchten wie Äpfeln oder Birnen sowie in Käse. Für die Nahrungsmittelindustrie werden Xylit (Xylitol, E967), Erythrit (Erythritol, E968), Sortbit (Sorbitol, E420), Mannit (Mannitol, E421), Isomalt (E953), Maltit (E965) und Lactit (E966) jedoch in aufwändigen chemischen Prozessen hergestellt. Unser Körper kann durch Zuckeraustauschstoffe ziemlich durcheinander kommen – wir können diese nämlich nur schlecht verwerten. So können sie in größeren Mengen (30-50 g) Blähungen und Bauchschmerzen verursachen und eine abführende Wirkung haben. Dazu kommt, dass – ähnlich wie beim Süßstoff – der Stoffwechsel verwirrt ist, da auch hier eine hohe Süßkraft auf niedrigen Energiegehalt trifft. Damit vermisst unser Gehirn den Zucker bzw. die erwarteten Kalorien und reagiert mit Heißhunger.

Trinken mit Zucker

Stevia 

Die Süßkraft von Stevia ist etwa 300 Mal stärker als die von Zucker und kann, genau wie Süßstoffe und auch Zuckeraustauschstoffe, unseren Stoffwechsel ziemlich durcheinander bringen. Darüber hinaus ist Stevia bei uns im Handel nicht in seiner natürlichen Form als Steviablätter, sondern nur als hochverarbeitetes Industrieprodukt zu kaufen. In der EU sind nämlich ausschließlich die in der Pflanze enthaltenen Stevioglykoside als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E960 zugelassen. Diese werden in einem aufwendigen chemischen Prozess aus den Steviablättern gewonnen.

Kokosblütenzucker 

Kokosblütenzucker ist der eingedickte, kristallisierte Blütensaft von Kokospalmen. Er bringt genauso viele Kalorien wie der kristalline Haushaltzucker. Er wird oft angepriesen, da er einen geringeren glykämischen Index von 35 hat. Dies ist jedoch kein Wunder: Kokosblütenzucker enthält weniger Glukose, dafür mehr Fructose und hat damit selbstverständlich weniger Auswirkungen auf den Glukosespiegel. Der Blutzuckerspiegel steigt also weniger stark an, auch hier ist die Leber jedoch wieder stärker belastet und die Gefahr einer Fettleber steigt. Zudem stammt ein Großteil der hier erhältlichen Vorräte aus Südostasien, etwa Thailand und Indonesien. Der lange Transportweg belastet also unsere Umwelt und ist damit überhaupt nicht gut für unseren ökologischen Fußabdruck.

Melone und Südfrüchte zuckerfrei

Zuckerfrei mit nood 

Ich setze also nicht auf die „gesünderen Alternativen“. Vielmehr versuche ich auch hier auf die natürliche Süße zurückzugreifen. Wo ich diese finde? In zahlreichen Früchten – frisch, tiefgekühlt, getrocknet. Der Begriff „natürlich“ gibt dir hier jedoch nicht den Freifahrtschein, nun Unmengen Obst zu essen. Auch hier ist – neben wertvollen Ballaststoffe, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen – viel Fruchtzucker drin. Aber sind wir mal ehrlich: Eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Gummibären sind binnen weniger Minuten vernichtet, ein Korb Äpfel oder eine Schale Erdbeeren dagegen nicht. Hier haben wir in der Regel noch ein natürliches Gefühl, wann es genug ist. Neben den Früchten setze ich zudem auf die bunte Welt der Gewürze – Kakao, Vanille und Zimt sind ideal, unserem Bedürfnis nach Süßem zu begegnen.

 

Willst auch du zuckerfrei werden? 

Ich finde es Wahnsinn, wie stark sich mein Körper verändert hat – nicht nur mit Blick auf meinen Geschmack, auch meine Energie, meine Motivation sowie meine Konzentrations- und Leistungsfähigkeit haben sich seither extrem verbessert. Ebenso meine Haut, mein Wohlbefinden und meine Stimmung. Deshalb möchte ich meine Erfahrungen gern mit dir teilen und auch dich auf dem Weg zu einem zuckerfreien Lifestyle begleiten. Einen ersten Auftakt mache ich im kommenden Monat in Leipzig: Melde dich jetzt für den Zuckerfrei-Workshop an (Facebook-Veranstaltung). Du kannst leider nicht dabei sein?

Nicht schlimm! Habe noch etwas Geduld! Ich arbeite derzeit an einem kompakten E-Book mit dem Titel „Naschkatzen werden zuckerfrei“. Damit möchte ich dir einen konkreten Plan an die Hand geben, den zuckerfreien Lifestyle à la nood kennen und lieben zu lernen.

​​Das 21-Tage-Programm gliedert sich in drei Phasen. Hier bekommst du jeweils passende Einkaufslisten und Rezepte, Tipps und Tricks gegen den Heißhunger sowie ein begleitendes Ganzkörper-Workout und Meditationstraining.

​​Das E-Book wird ab dem 1. April für 14,70 Euro zum Download erhältlich sein.

​​Wenn du dir schon jetzt dein Exemplar sicherst, erhältst du 20 Zuckerfrei-Rezepte à la nood gratis dazu. 

Alles Liebe 

Mary von nood

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